Stadtrundgang der Kurstadt Bad Liebenwerda
 

Erläuterung Stadtrundgang

Eule im Kurpark Haus des Gastes

Beginnen Sie Ihren Stadtrundgang im Kurpark am Italienischen Spezialitätenrestaurant „Villa Nuova“. Barrierefreie Parkplätze und Toiletten stehen Ihnen hier zur Verfügung.

Durch unseren wunderschönen Kurpark gelangen Sie in das sogenannte „Wäldchen“, dem Kern des grünen Herzen der Kurstadt. Es wurde der Stadt 1830 durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III. überlassen.

Zum Kurpark gehören weitere Flächen wie der „Otto Kloss Garten“ in Richtung Bahnhof mit anschließendem „Park der Sinne“, die naturbelassenen Kurparkteiche und das Areal rund um die Lausitztherme Wonnemar. Hier finden Sie Ruhe und Entspannung. Nehmen Sie sich Zeit, betrachten Sie den alten Baumbestand und die Ergebnisse von Kettensägearbeiten.

Fontana-Klinik Landratsvillen

Nach einer kleinen Steigung überqueren Sie die Brücke mit Wehr und gelangen rechter Hand zur Landratsvilla. Als Sitz der Kreisverwaltung und Wohnhaus des Landrats entstanden 1896 das Kreishaus und die Landratsvilla.

Gleich im Anschluss erreichen Sie den Kurbereich der Fontana-Klinik. Die 1993 erbaute Klinik knüpft an die Tradition des seit 1905 bestehenden Eisenmoorbades an. Sie ist eine Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie und verfügt über modernste Einrichtungen zur komplexen und ganzheitlichen Behandlung und Rehabilitation. Angebote und weitere Informationen erhalten Sie an der Rezeption in der Klinik. (Barrierefreie Toiletten stehen Ihnen dort zur Verfügung.)

Rosmariengasse

Von hier aus kommen Sie über die Schlossstraße, vorbei an der alten Post, nach links abbiegend in die Rosmariengasse. An der Hausnummer vier finden Sie ein Fachwerkhaus, das um 1800 erbaut wurde. Dieses Haus weist nahezu seine ursprüngliche Bausubstanz auf. So sind beispielsweise Kacheln am Giebel zu erkennen, die von einem Ofen stammen und 1902 dort angebracht wurden. Folgen Sie der Rosmariengasse bis zum Ende, gelangen Sie auf den Rossmarkt. Unterwegs kommen Sie vorbei an einer öffentlichen und barrierefreien Toilette. Auf dem Rossmarkt laden zahlreiche Straßencafés zum Verweilen ein. Bei einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen können Sie die Gemütlichkeit unseres kleinen Kurstädtchens erleben und genießen.

Postmeilensäule

Auf dem Rossmarkt steht auch die Postmeilensäule. Die Säule wurde entsprechend der originalen kursächsischen Postdistanzsäule auf Grundlage alter Aufzeichnungen nachgebildet und 2003 aufgestellt.

Wenn Sie diese Säule passiert haben, erreichen Sie einen Fußgängerüberweg, über den Sie auf den historischen Marktplatz kommen. Hier finden Sie viele geschichtliche und aktuelle Attraktionen der Stadt.

Barbara Brunnen

Historisch sind hier der Barbara-Brunnen, die alte Richtstätte und die Plastik des „Wasser holenden Mädchens“. Der Barbara-Brunnen bezieht sich auf eine Sagengestalt, das Hirtenmädchen Barbara, welches laut einer Sage Pestkranke mit Elsterwasser geheilt haben soll. Inmitten des Marktes ist die alte Richtstätte mit einem im Marktpflaster eingelassenen Richtkreuz gekennzeichnet. Hier wurden in früheren Zeiten die Gerichtsurteile gefällt. Direkt neben dem Rathaus steht die Plastik „Wasser holendes Mädchen“, ein Eisenkunstguss nach Vorlage eines Werkes des Bildhauers Professor Ludwig Wilhelm Wichmann.

Rathaus Evangelische Sankt Nikolaikirche

Die Ev. St.-Nikolai-Kirche und das Rathaus sind historisch, aber auch aktuell erwähnenswert. In der evangelischen Kirche wies Dr. Martin Luther im Jahr 1544 den ersten evangelischen Superintendenten Liebenwerdas ins Amt ein und predigte in der Kirche. Neben dem regelmäßigen Gottesdienst finden in der Kirche auch viele Konzerte statt. Das Rathaus, schon seit 1304 an diesem Standort, diente schon immer als Sitz des Bürgermeisters und natürlich als Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger der Kurstadt. Am bzw. im Rathaus stehen Ihnen wieder barrierefreie Toiletten, während der Sprechzeiten, zur Verfügung.

Breite Straße Pumpe

Rechts am Rathaus vorbei kommen Sie in die Breite Straße. Dort wurde eine historische Pumpe auf einem alten Brunnenschacht errichtet und aktiviert. Im alten Bad Liebenwerda war die ganze Stadt mit einem solchen Brunnenschachtsystem über Pumpen an die Wasserversorgung angeschlossen.

Folgen Sie der Breiten Straße weiter und halten sich links, sind Sie schon nach wenigen Metern in der parallel verlaufenden Mittelstraße.

Dort stehen die Reiss-Häuser, benannt nach dem Bad Liebenwerdaer Robert Reiss. Der Unternehmer ließ in den Gebäuden mit den Hausnummern 4 und 5 im Jahr 1892 die Produktion von Zeichentischen und Vermessungsinstrumenten beginnen. Damit legte er den Grundstein für eines der wirtschaftlich bedeutendsten Unternehmen unserer Kurstadt. Folgen Sie von hier aus der Straße, vorbei an der alten Druckerei am Markt 27. Nach wenigen Schritten erreichen Sie das Naturparkhaus, ein Besuch des sich lohnt.

Rossmarkt

Am Ende der Straße befindet sich wieder der Rossmarkt. Der Markt erhielt seinen Namen von den damals jährlich stattfindenden Viehmärkten in Bad Liebenwerda. Zu diesen Märkten war die Stadt voll von Pferden, Rindern und anderen Nutztieren, welche dann dort auch verkauft wurden.

Folgen Sie dem Fußweg entlang der Linkskurve Richtung Lubwartturm, so entdecken Sie auf der linken Straßenseite bald die „Capitol-Filmpassage“. Bis in die 1990er Jahre wurden in den einstigen „Capitol-Lichtspielen“ Kinofilme gezeigt. Die Passage steht bildlich für das nicht mehr bestehende Gebäude und stellt lediglich das Eingangsportal dar. Von hier aus erreichen Sie wieder die barrierefreien Toiletten in der Rosmariengasse.

Kurpark Museum Lubwartturm und Gefängnis

Von der Filmpassage kommend können Sie schon das Wahrzeichen der Stadt, den Lubwartturm sehen. 1207 wurde der Turm als Bergfried einer mittelalterlichen Burg errichtet. Als die Anlage um 1570 zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde, erhielt auch der Turm ein neues Antlitz. Der Lubwartturm gehört heute zu den ältesten Bauwerken des Elbe-Elster-Landes. Direkt neben dem Lubwartturm befindet sich auch ein altes Gefängnis. An den Mauern dieses Gebäudes ist eine Schautafel zum Thema „Burg zu Liebenwerda“ befestigt.

Auf der anderen Seite des Turmes ist das Kreismuseum. Herzstück dieses Museums stellt die Dauerausstellung des deutschen Wandermarionettentheaters dar. Ein weiterer Schwerpunkt des Museums liegt auf dem musikalischen Erbe der Brüder Carl Heinrich und Johann Gottlieb Graun. Die beiden Musiker dienten am Hofe Friedrich des Großen in Berlin. Ein besonderes Angebot des Museums ist das Schattentheater, welches die Gäste in eine geheimnisvolle Atmosphäre versetzt. Zum Abschluss Ihres Rundgangs kommen Sie wieder zurück in unseren Kurpark, an das Haus des Gastes.

 
 
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